Nach den Haydntagen ist vor den Haydntagen

28. Internationale Haydntage – Bilanz und Ausblick auf 2017

Mit dem Orchestra of Classical Opera – das Ensemble spielte Haydns Werke auf historischen Instrumenten – und einer wunderbar charmanten halbszenischen Aufführung der Haydn-Oper „La Canterina“ starteten die Internationalen Haydntage am 8. September in die 28. Saison. 11 Tage lang haben renommierte Haydn-Interpreten ein nationales wie internationales Publikum nach Böhmen mitgenommen und mit 23 umjubelten Konzerten verwöhnt. Mit einer Auslastung von 93 Prozent zählen die Haydntage zu den erfolgreichsten Festivals in Österreich.

Bekannte Solisten und Orchester darunter Maestro Adam Fischer, The Orchestra of Classical Opera (mit Susanna Hurrel, Robert Murray, Ian Page), das Kammerorchester Basel, Sebastian Knauer, die Österreichisch-Ungarische Haydn Philharmonie, Simone Kermes, The Clarinotts, The Philharmonics, Nicolaus Altstaedt, Prague Philharmonia, Gabor Boldocki, Sergei Nakariakov, Ferhan und Ferzan Önder, Elisabeth Pratscher, die Kölner Akademie, Michael Alexander Willens und Ronald Brautigam boten dem Publikum Konzerte auf höchstem Niveau und wurden mit anhaltendem Applaus und Jubelrufen belohnt.

„Mit Haydn & Böhmen haben wir geographisch und biographisch einen neuen Zyklus gestartet. Ich freue mich sehr, dass der von uns eingeschlagene Weg vom Publikum so begeistert aufgenommen wurde. Wir durften in den vergangenen 11 Tagen musikalische Hochgenüsse und einzigartige Momente erleben, die es nur dann gibt, wenn man Haydnliebhaber auf beiden Seiten des Konzertsaales antrifft: auf der Bühne und im Publikum. Einmal mehr hat sich gezeigt: Joseph Haydn macht glücklich“, zieht Intendant Walter Reicher erfreut Bilanz.

Den Schlusspunkt unter das diesjährige Festival setzten traditionell Adam Fischer und die Österr.-Ungarische Haydn Philharmonie mit dem letzten Satz der Symphonie Nr. 45 von Joseph Haydn, der „Abschiedssymphonie“. Diese Symphonie, die vor 244 Jahren eine eindeutige Botschaft an den Fürsten Esterházy war, markiert aber nicht nur den Abschluss der Haydntage 2016, sondern vielmehr den Aufbruch in eine neue, spannende Ära.



HaydnLandTage
24. August bis 3. September 2017

Die Haydn Festspiele öffnen 2017 – nach fast drei Jahrzehnten in Eisenstadt – die Tore ins HaydnLand, wo man nicht nur auf zahlreiche Originalschauplätze trifft, sie haben auf ihrer musikalischen Entdeckungsreise durch das HaydnLand auch neue Musikformate und reizvolle Konzertsäle im Gepäck.

„Joseph Haydn verbrachte den größten Teil seines Lebens in seiner Heimat, deren Herz der Neusiedler See ist. Abgesehen von seinen Englandreisen, wirkte der Komponist die meiste Zeit seines langen Lebens im Umkreis von 50 Kilometern um den See. Von seinem Geburtshaus in Rohrau übersiedelte er als Jugendlicher nach Wien zu den Sängerknaben, wo auch sein Alterssitz war. Die Residenzen des esterházyschen Hofes legten Haydns Aktionsradius als Kapellmeister in dessen Dienst im Wesentlichen fest: Schloss Eszterháza im ungarischen Fertöd, die Schlösser Halbturn und Kittsee im Seewinkel, natürlich Eisenstadt mit seinen vielen Originalschauplätzen, aber auch Frauenkirchen zählen zu den Wirkungsstätten des großen Wiener Klassikers“, erklärt Haydnkenner und Festivalintendant Dr. Walter Reicher.

Haydnexperten aus der ganzen Welt – internationale Orchester, namhafte Dirigenten, renommierte Kammerensembles und große Solisten – bespielen das HaydnLand. Dabei wird wieder auf die bewährte Mischung aus Künstlern und Orchestern, die das Festival bereits kennen, und neue Ensembles und Solisten gesetzt, die alle die Liebe zu Joseph Haydns Musik verbindet. In exklusiv für den jeweiligen Schauplatz zusammengestellten Programmen schaffen sie einmalige Hörerlebnisse und ein noch nie dagewesenes Haydn-Feeling, wenn etwa an den Ufern des Neusiedler Sees die Sonne allmählich untergeht, die Zugvögel ihre Kreise über den Abendhimmel ziehen und Haydns wunderbare Musik die Luft erfüllt.

Harmoniemesse mit Adam Fischer in der Basilika Frauenkirchen

„Es ist wunderbar, dass Adam Fischer, als Festivalmitbegründer und Fixstarter, das HaydnLand mit uns erkundet. Ein ganz besonderes Highlight wird dabei das Konzert mit ihm in der prunkvollen Basilika in Frauenkirchen werden. Dort wird Haydns letzte große Komposition, die Harmoniemesse, erklingen, die Haydn zum Namenstag der Fürstin Esterházy komponierte“, schwärmt Intendant Reicher, der die Basilika bewusst als Aufführungsort gewählt hat. Denn Joseph Haydn legte auf seinen Fahrten zwischen Estoras und Pressburg einen Zwischenstopp für die Morgenandacht in der Basilika ein.

Haydn-Interpreten

Auch Cellovirtuose Mischa Maisky ist wieder zu Gast ebenso das Kammerorchester Basel . Zum ersten Mal zu Gast beim HaydnFestival werden der Geigenstar Renaud Capuçon, die lettische Starorganistin Iveta Apkalna und der gefragte lyrische Tenor Piotr Beczała sein. Sie alle setzen 2017 in ihren Programmen den 2016 begonnenen biografisch-geografischen Zyklus mit „Haydn & Paris“ fort. Haydns Schaffen ist so vielfältig wie seine Heimat. Das 29. HaydnFestival bringt beides in einen stimmungsvollen Einklang. Seien Sie dabei, wenn das HaydnLand musikalisch und geographisch erkundet wird. Erleben Sie die Magie der HaydnLandTage, denn „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“ (Hermann Hesse – Stufen)






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Adam Fischer Lukas Beck

Piotr Beczala-JBM-9180©Jean-Baptiste Millot_ Web.jpg Jean-Baptiste Millot

Iveta Apkalna (c) Andrejs Vasjukevics_web.jpg Andrejs Vasjukevics

renaud-capaucon-(c)-mat-hennek-to-virgin-classics.jpg Mat Hennek




Prospekt HaydnLandTage2017.pdf 5091 kB