03.10.2016
Wir trauern um Sir Neville Marriner (15.April 1924 - 2. Oktober 2016)



09.09.2016
Programm HaydnLandTage 2017



05.09.2016 28. Internationale Haydntage


19.07.2016 Sensationsankauf der Internationale Joseph Haydn Privatstiftung Eisenstadt


16.06.2016 Kammermusik in der Landesgalerie Burgenland


06.11.2015 Konzertprogramm 28. Internationale Haydntage


03.11.2015 Abonnements 2017


29.10.2015 BUS-SHUTTLE zu den Haydntagen


28.01.2014 Jugendtickets um 19,- Euro für alle Konzerte der Haydn Festspiele


28. Internationale Haydntage

Joseph Haydns Karriere als Kapellmeister begann in Böhmen mit einer Anstellung beim Grafen Morzin in Lukavice bei Pilsen. Die 28. Internationalen Haydntage nehmen die Anfänge von Haydns Weltkarriere zum Anlass, den Begründer der Wiener Klassik mit seinen geschätzten Komponistenkollegen aus dem böhmischen Kronland der Habsburger in Verbindung zu setzen. Ein tschechisches Sprichwort sagt: „Jeder Tscheche ist ein Musiker“ – dies trifft besonders auch auf Dittersdorf, Vanhal, Smetana, Dvorák und Mahler zu.

Joseph Haydn verband mit einigen von ihnen ein reger Austausch und ein freundschaftliches Verhältnis. Carl D. von Dittersdorf und Johann B. Vanhal musizierten gemeinsam mit ihm und Wolfgang A. Mozart im Streichquartett. Leopold Koželuch konkurrierte mit Ludwig van Beethoven als Meisterpianist und -komponist. Auch ihre Sprache verstand und versteht man durch die ganze Welt: Noch bevor Haydn in London reüssierte tat es sein böhmischer Kollege Johann Ludwig Dussek in den Konzerten des wohlbekannten Impresario Johann Peter Salomon. Der böhmische Einfluss hielt an, auch nach dem goldenen Zeitalter der Wiener Klassik bestimmten große Komponisten aus Böhmen das Musikleben in Wien und in der Welt. Antonín Dvorák, Bedrich Smetana und Gustav Mahler sind die hier zu nennenden Namen.

Die ersten drei Festivaltage sind fest in der Hand der Londoner Musiker von Classical Opera. Unter der Leitung des Opernkenners Ian Page eröffnen sie die 28. Internationalen Haydntage mit einer konzertanten Fassung von Haydns Oper „La Canterina“. In den folgenden Tagen teilen die Musiker von Classical Opera ihre symphonische und kammermusikalische Begeisterung mit Ihnen.

Wenn Sie durch das Programm blättern, werden Ihnen sicherlich auch die Klavierkonzerte ins Auge fallen: Vier große Pianisten unserer Zeit werden die Internationalen Haydntage bereichern. Der Hamburger Sebastian Knauer mit einem herausfordernden Programm aus vier Klavierkonzerten, die Schwestern und Klaviervirtuosinnen Ferhan und Ferzan Önder mit einem Klavierkonzert zu vier Händen und der niederländische Starpianist Ronald Brautigam am Hammerflügel.

Den Festivalmitbegründer und nun Ehrendirigent der Österreichisch- Ungarischen Haydn Philharmonie, Adam Fischer, können Sie in drei Konzerten erleben. Im vierten Konzert der Haydn-Philharmonie steht dann ihr neuer Chefdirigent, Nicolas Altstaedt, am Pult – seine Premiere als Dirigent bei den Internationalen Haydntagen.

„Wie Böhmen noch bei Österreich war“ – das Konzert der philharmonisch- musikalischen Tausendsassas von The Philharmonics wird ein virtuos aufbereitetes Unterhaltungsprogramm quer durch die K.-u.-k.-Monarchie. Als Mitglied von The Clarinotts steht Daniel Ottensamer schon einen Tag früher, dieses Mal mit der großen Koloratursopranistin Simone Kermes, auf der Bühne des Haydnsaals. Diese teilen sich die Weltstars Gábor Boldoczki und Sergei Nakariakov gemeinsam mit der Philharmonia Prag unter der Leitung von Milan Turkovic für einen Gala-Abend der Trompete. Vielseitig gestalten sich die Matineen im Empiresaal. Das Kammermusik- Programm gedenkt dem 250. Todestag von Gregor Joseph Werner, Haydns Vorgänger als Kapellmeister am Hofe Esterházy, und bringt die kammermusikalischen Pretiosen von Joseph Haydn und seinen böhmischen Kollegen zum Funkeln.

Mit „Haydn & Böhmen“ bei den 28. Internationalen Haydntagen beginnt das Festival einen geographischen Schwerpunkt, der sich in den folgenden Jahren mit Paris und London fortsetzen wird.

Adam Fischer




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