HEANZNQUARTETT

Das Heanznquartett wurde 1974 von Rudi Pietsch, Franziska Stockhammer, Walter Burian und Sissy Paul, alle damals Studierende an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien, gegründet. Sepp Gmasz, der damals als neuer Mitarbeiter im Landesstudio Burgenland des ORF Sendungen mit bodenständiger Volksmusik zu gestalten hatte und der im ORF-Archiv nur ein sehr begrenztes Kontingent an guten Aufnahmen vorfand, bat damals seine ehemaligen Musikstudienkollegen, traditionelle Weisen aus Ostösterreich aufzunehmen und so wurden die Archive einiger Volksliedwerke Österreichs nach wohlklingender ländlicher Tanzmusik durchforsteten. Die zwei Geiger terzten und sexteten die Melodien, die Bratschistin lieferte Harmonie und Rhythmus mit dem Nachschlag und die Bassgeigerin das harmonische Fundament. Nachdem das gefundene Notenmaterial in erster Linie aus dem Burgenland stammte, benannten sich die vier auch mit einem auf dieses Bundesland bezogenen Namen: „Heanznquartett“. Als „Heanzn“ bezeichneten sich die deutschsprachigen Mittelburgenländer selber. Ein Versuch, die Entstehung dieses lautmalerischen Namens zu erklären, bezieht sich auf die Zeit, als ehemals arme Burgenländer in Wien ihre landwirtschaftlichen Produkte zum Verkauf anboten, darunter auch Hühner, die sie laut anpriesen: „Heana z’n Verkaufn!“

Im Laufe der Jahre kam es beim Heanznquartett zu den verschiedensten Umbesetzungen, wobei das Geigenduo Rudi Pietsch und Walter Burian bis heute eine Konstante sind.  Konstant geblieben sind aber auch die Vertrautheit mit den eigenen musikalischen Wurzeln und die Hellhörigkeit für das Fremde. Die Programme orientieren sich jeweils am Anlass. Auf unzähligen Reisen durch Österreich, Europa und die ganze Welt hat sich ihre Musik als unmissverständliche Sprache bewährt. Feste und Festivals, Tanzveranstaltungen und Events, Kongresse und Konzerte – Anlässe aufzuspielen gab und gibt es für das Heanznquartett so viele, wie gute Gründe, das Leben zu genießen. Sie präsentieren sich kraftvoll, innig, virtuos, mitreißend, feurig, verrückt, stets authentisch und mit einer gehörigen Portion Selbstironie.


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